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Hustenlutscher mit Historie

Marco Uhlisch produziert eine hanseatische Spezialität: den Bremer Babbeler
Marco Uhlisch produziert eine hanseatische Spezialität: den "Bremer Babbeler". Foto: text+pr

Er stopft Schleckermäuler, und das seit bald 150 Jahren: Der "Bremer Babbeler" ist der vielleicht älteste Hustenlutscher der Welt, sein Name soll auf Plattdeutsch so viel wie "Hol din Babbel" (Halt den Mund) bedeuten. Seit 1886 wird der Babbeler in der Hansestadt produziert. Heute labt er zum Beispiel alljährlich im Oktober Besucher des Bremer Freimarkts. Wer zu anderen Zeiten in der Hansestadt ist, bekommt die als typisches Mitbringsel aus Bremen beliebte Leckerei aber auch in manchen Apotheken, Konditoreien und Teehäusern oder übers Internet.

Seit 1920 werden in der Zuckerwaren-Fabrikation Friedrich Germann Babbeler von Hand aus Wasser, Zucker, Sirup und Pfefferminzöl produziert. Hinzu kommt die individuelle - geheime - Note.

Vor allem im Winterhalbjahr füllt Marco Uhlisch einige Male pro Woche Babbeler-Zutaten nach altem Rezept in den Bonbonkocher. Sind die 50 Kilogramm braunen Breis fast erstarrt, kommen sie in die Lutschstangenmaschine, die sie in langen Schlangen wieder herauspresst. Mit schweren Scheren teilen Uhlisch und seine Frau die fest gewordenen Stangen in 15 Zentimeter lange Stücke, Uhlischs Mutter und eine Mitarbeiterin verpacken sie verkaufsfertig. Gezählt hat die Familie die Produktion nie - überschlägig dürften rund 170.000 Lutscher jährlich die Werkshalle verlassen.

Mehr unter www.bremerbabbeler.de und www.bremer-spezialitaeten.de.

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Pressekontakt:

Friedrich Germann Zuckerwaren-Fabrikation

Marco Uhlisch
Kornstraße 601
28201 Bremen