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Stimmen aus dem Untergrund

Der Spendensammeltopf im Marktplatzpflaster
Der Spendensammeltopf im Marktplatzpflaster, Ähnelt einem besonders verzierten Gully-Deckel. Foto: Haase & Kneels

Was Nessie den Schotten, sind die Stadtmusikanten den Bremern: Beide tauchen aus tiefen Löchern empor. Das Märchenquartett gehorcht allerdings aufs Kommando. Nur wer Geld in das "Bremer Loch" im Marktplatzpflaster wirft, hört die Tierstimmen. Die Katze schrillte bis vor kurzem vielen Zuhörern zu leise. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, die eigenen Miezen aufzunehmen. Inzwischen ist der Wettbewerb entschieden - in Zukunft soll es energischer aus dem Untergrund miauen.

Das Bremer Loch dient seit Juli 2007 zur Spendensammlung für die Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe, die das Geld verschiedenen Hilfsorganisationen zur Verfügung stellt. Mehr als 16.000 Euro kamen schon zusammen, freut sich sein Erfinder, der Bremer Designprofessor Fritz Haase. Bei Touristenführern ist ein Besuch inzwischen Standardprogramm. Auch fürs Wetten taugt der Geldeinwurf: "Wenn sich jetzt der Esel meldet, zahlst du das erste Glas Wein", wurden kürzlich Freunde belauscht. Das Loch samt ausgefeilter Elektronik ist inzwischen patentiert.

Mehr unter www.haase-und-knels.de.

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