Sie sind hier:

Griff nach den Sternen vor 250 Jahren

Foto von Wilhelm Olbers
Wilhelm Olbers (1758-1840), Bremer Astrologe und Arzt. Foto: Universitäts-Archiv Rostock

Pünktlich zum Geburtstag seines Entdeckers funkelt er besonders hell: Im Sternbild Walfisch ist im Oktober der Kleinplanet Vesta zu sehen. Vesta gehört zu den Himmelskörpern, die der Bremer Arzt und Hobbyastronom Wilhelm Olbers aufspürte. Am 10. Oktober dieses Jahres wäre der Wissenschaftler 250 Jahre alt geworden.

Schon zu Lebzeiten erwarb sich Olbers (1758-1840) in Fachkreisen als Astronom einen guten Ruf. Dazu trug sein Werk über die einfache Berechnung von Kometenbahnen bei. Sprichwörtlich ist das "Olbers-Paradoxon", die Frage, warum der Nachthimmel trotz all der Sterne dunkel ist. Eine der heutigen Antwort darauf ist, dass sich das Universum ausdehnt, die Sterne also vom Betrachter auf der Erde wegfliegen und wenig Licht abgeben.

Auch dank Olbers war Bremen um 1800 ein Weltzentrum der Astronomie. Spektakuläres erlebte er auch im Beruf, obwohl ihm das nicht bewusst war. 1815 wurde der Arzt zur Leiche eines Sohnes der Bremerin Geesche Gottfried gerufen. Bei der Autopsie erkannte er auf "Verschlingung der Eingeweide". Ein Irrtum, wie sich erst mehr als ein Jahrzehnt später erwies. 1828 wurde Geesche Gottfried 15 Giftmorden mit dem damals noch sehr schwer nachweisbaren Arsen überführt.

Mehr unter www.olbers-gesellschaft.de

1.278 Zeichen

Pressekontakt: