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Räuber und Gendarm im 21. Jahrhundert

Auf dem Handy sieht X die Verfolger
Auf dem Handy sieht X die Verfolger. Ihre Position kommt per GPS. Foto: Urban Team

Von wegen bei Cola und Pizza vorm Computerspiel hocken: Bremer Informatiker bringen Spielefans auf Trab. Nötig sind Handys und GPS-Empfänger - dann spielen Sportliche zeitgemäß "Räuber und Gendarm" auf den Straßen ihrer Heimatstadt.

Die jungen Entwickler von "Urban Team" - eine Firmen-Ausgründung der Universität Bremen - nennen ihre Umsetzung des Spieleklassikers "FastFoot-Challenge". Dabei jagt eine Gruppe von drei bis vier "Runnern" einen (oder eine) "X". Sechs Minuten Vorsprung bekommt X, dann sendet sein Mobiltelefon eine erste GPS-Positionsmeldung an die Handys der Runner. Sie müssen X innerhalb von 25 Minuten bis auf 50 Meter nahekommen, um zu gewinnen.
X kann die Bewegungen seiner Gegner über GPS permanent auf dem Telefondisplay verfolgen, die Runner erhalten nur alle paar Minuten Standortangaben des Gesuchten. Einzige Grenze für dessen Freiheitsdrang: Das Spielfeld hat einen Radius von einem Kilometer. Überschreitet X den Ring, hat er verloren.

Die Jagd lässt sich in Echtzeit über das Internet auf Google Earth nachvollziehen - eine neuere Entwicklung der Programmierer, wie Teammitglied Paul Zachos berichtet. Auch können Challenges dort nachträglich verfolgt werden.

Bislang hat das Spiel in Deutschland 300 registrierte Anhänger vor allem im Norden. Fans gibt es aber auch in anderen Staaten. 90 rennen regelmäßig. Die Registrierung ist kostenlos, die Software ebenso. Voraussichtlich ab Frühjahr 2009 soll eine kostenpflichtige Version hinzukommen, zugleich will die Firma Liga-Wettkämpfe organisieren. Nach Regionalausscheidungen sollen sich Teams auch bundesweit messen können.

Mehr unter www.fastfoot.mobi

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Pressekontakt:

Urban Team

Paul Zachos

E-Mail: zachos[at]fastfoot.mobi