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Energiequelle Weser-Stadion

In Bremen kommt der Öko-Strom grün-weiß aus der Dose. Foto: swb AG
In Bremen kommt der Öko-Strom grün-weiß aus der Dose. Foto: swb AG

Fans des SV Werder Bremen können sich jetzt ein Stück Weser-Stadion nach Hause holen. Die Energieversorger EWE und swb AG vermarkten Öko-Strom, der unter anderem auf dem Dach des Stadions erzeugt wird. Kommentar von Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs bei Vorstellung des Angebots: "Wir freuen uns, dass unsere Energiepartner EWE und swb dieses Produkt entwickelt haben. Der ‚Werder Strom‘ ist nicht nur klimafreundlich erzeugt, sondern bietet auch einen Mehrwert für unsere Fans."

Nutzer von "Werder Strom" erhalten eine Steckdose in den Clubfarben und können bei Gewinnspielen zum Beispiel auf VIP-Karten, Trikots oder Treffen mit Werder-Stars hoffen. Sie holen auch Stromkosten wieder herein, wenn Frings und Co. auf dem Rasen ordentlich Energie entfalten: Je erfolgreicher Werder, desto höher die Prämie, die die Kunden erhalten. Jeder Sieg in der Bundesliga und im DFB-Pokal bringt zwei Euro, der Meistertitel oder der DFB-Pokalsieg werden mit 25 Euro, ein europäischer Pokal mit bis zu 50 Euro vergütet.

Bislang rund 110 Kunden

"Im vergangenen Jahr, als Werder mittelmäßig spielte, hätten Kunden 62 Euro zurückbekommen", hat Christoph Brinkmann von der swb AG errechnet. "Damit war der 'Werder Strom' nur sieben Euro teurer als normaler swb-Strom." Dennoch hält sich das Interesse bislang in Grenzen. Rund 110 Kunden haben die beiden Unternehmen bisher insgesamt gewonnen. Noch bis 31. Juli - kurz vor Bundesligabeginn - können sich Interessenten aus Bremen und der Umgebung entscheiden, danach werden wegen der Prämienregelung erst wieder zum Sommer kommenden Jahres neue Verträge abgeschlossen.

Zu denen, die schon "Werder Strom" beziehen, gehört Jan-Uwe Czekay. "Ich fand das einfach witzig", sagt der kaufmännische Mitarbeiter der swb, der eine Dauerkarte für den SV Werder hat und schon früher auf Öko-Strom setzte. An dem ausgefallenen Angebot hätten ihn zum Beispiel die Prämien und Verlosungen gereizt. "Zum DFB-Pokal wird’s wohl dieses Jahr nicht reichen, aber 18 bis 20 Spiele wird Werder wohl gewinnen", tippt er. Auch die Steckdose wissen der 45-Jährige und seine Söhne zu schätzen. "Wir losen, in welches Zimmer sie kommt."

Möglich macht den Strom mit sportlicher Note eine fast zwei Fußballfelder große neue Solaranlage an der Fassade und auf dem Stadiondach, die EWE und swb AG gemeinsam errichteten. Diese bundesweit größte Anlage auf einer Sportstätte ist in Teilen noch im Bau. Nach Fertigstellung aber werden 200.000 Solarzellen genug Strom für 300 Haushalte produzieren. In den "Werder-Strom" geht die hauseigene Energie zu einem Prozent ein. Die restlichen 99 Prozent stammen laut Angaben ausschließlich aus Wasserkraftwerken.

Mehr unter www.werder-strom.de

2.697 Zeichen, Autorin: Imke Zimmermann

Pressekontakt:

swb AG

Christoph Brinkmann

E-Mail: christoph.brinkmann[at]swb-gruppe.de