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Rhododendren in voller Pracht

Seit 1937 besteht der Park. Er beherbergt die zweitgrößte Rhododendren-Sammlung nach dem Greater Windsor Park.
Seit 1937 besteht der Park. Er beherbergt die zweitgrößte Rhododendren-Sammlung nach dem Greater Windsor Park. Foto: Jochen Mönch

Jedes Frühjahr bietet sich Bremern und Besuchern ein atemberaubender Anblick: Dann steht der Rhododendronpark in voller Blüte – ein Rausch der Farben in allen Schattierungen zwischen Weiß und Tief-Lila.

Die Anlage besteht seit 1937 und ist nach Expertenangaben die zweitgrößte Rhododendren-Sammlung der Welt nach dem Greater Windsor Park des britischen Königshauses. Sie vereint 600 Arten sowie über 3.000 moderne und historische Züchtungen. Darunter sind viele Raritäten und manche Pflanzen, die wahrscheinlich nur in dem Bremer Spezialgarten zu sehen sind.

Die älteste Sorte darin ist noch ein Jahrhundert älter als der Park selbst: "Lady Eleanor Cathcart" von 1836 blüht in klarem Pink und roten Tupfen. Sie demonstriert zugleich einen Fortschritt der Züchterbemühungen, erklärt der wissenschaftliche Leiter des Botanischen Gartens und des Rhododendron-Parks, Dr. Hartmut Schepker. "Vorher züchtete man nur mit amerikanischen und europäischen Arten, die kein Rot enthielten. Die Farbe taucht erst seit der Einführung der asiatischen Arten auf."

Über 3.000 Züchtungen verwandeln den Rhododendronpark im Frühjahr in ein Blütenmeer.
Über 3.000 Züchtungen verwandeln den Rhododendronpark im Frühjahr in ein Blütenmeer. Foto: Jochen Mönch

Etwa die Hälfte der Rhododendren-Arten, zu denen auch die Azaleen gezählt werden, ist nicht winterhart und steht darum in den Schaugewächshäusern der "botanika", das Bremen zum ersten grünen Science Center Deutschlands ausgebaut hat. Hier können Pflanzen auch im Winter besichtigt werden. Überwiegend beginnt in den Häusern die Blüte aber im Februar und erreicht ihren Höhepunkt im März und April, im Freiland dauert sie von April bis Juni und ist am schönsten im Mai zu erleben.

Wer keine Zeit findet, sich live an dem betörenden Anblick zu weiden, kann sich jetzt mit einem Bildband trösten. Die Aufnahmen des Bremer Fotografen Jochen Mönch geben die Pracht des Parks eindrucksvoll wieder. Der Band, dessen Text von Hartwig Schepker stammt, zeigt zudem die Schönheit der anderen Parkteile – von botanika, Heide-, Rosen- und Botanischem Garten.

Jochen Mönch/Hartwig Schepker: Rhododendron-Park Bremen und Botanischer Garten, 80 Seiten, 135 Abbildungen, Bremen: Edition Temmen 2010, 9,90 Euro.

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Pressekontakt:

Rhododendronpark

Dr. Hartwig Schepker

E-Mail: schepker[at]rhododendronpark-bremen.de