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Kurzfassung: Sonnige Aussichten

Mit einem so genannten Flasher testet Adler-Solar-Mitarbeiterin Anna Zarp, wie gut Solarmodule Licht verarbeiten können. Foto: Thomas Joppig
Mit einem so genannten Flasher testet Adler-Solar-Mitarbeiterin Anna Zarp, wie gut Solarmodule Licht verarbeiten können. Foto: Thomas Joppig

In Bremen befindet sich eines der europaweit größten Testcenter für Solarmodule. Trotz Krise in der Branche ist die Firma Adler Solar damit auf Wachstumskurs.

Palettenweise stehen sie in der 4.500 Quadratmeter großen Halle – Solarmodule von Herstellern aus aller Welt. Neue und gebrauchte Photovoltaik-Module werden im Bremer Westen auf Konstruktionsfehler und Schäden getestet – und wenn nötig auch repariert. Innerhalb von fünf Jahren hat die Firma rund zwei Millionen Solarmodule untersucht.

Adler-Solar-Geschäftsführer Gerhard Cunze verbreitet Optimismus. Dem 38-Jährigen ist klar, dass viele Solarunternehmen in der Krise stecken und die staatlichen Zuschüsse für Solaranlagen gesunken sind – doch beides ist für den gebürtigen Bremer nicht entscheidend für Erfolg oder Misserfolg seines Unternehmens. Für ihn zählt vor allem, dass schon jetzt viele Firmen und Privatleute in Solaranlagen investiert haben. In Anlagen, die oft eine prognostizierte Lebensdauer von mindestens 20 Jahren haben – und diese auch erreichen müssen, damit sich die Investition rechnet.

Mit seinem Testcenter füllt Adler Solar eine Marktlücke. "Zwar gibt es auch wissenschaftliche Institute, die Solaranlagen testen", räumt Cunze ein. "Aber die kümmern sich vor allem um Module, die sich noch in der Entwicklung befinden. Bei uns steht dagegen der Test- und Reparaturservice für den Endkunden im Mittelpunkt."

Mit Tests und Reparaturen von Solarmodulen auf Wachstumskurs: Adler-Solar-Geschäftsführer Gerhard Cunze. Foto: Thomas Joppig
Mit Tests und Reparaturen von Solarmodulen auf Wachstumskurs: Adler-Solar-Geschäftsführer Gerhard Cunze. Foto: Thomas Joppig

Der Solar-Boom der vergangenen Jahre hatte dazu geführt, dass manche Hersteller auf der Suche nach dem schnellen Erfolg im großen Stil billig produzierte Solarmodule auf den Markt gebracht hatten. „"Viele dieser Module wurden zum Beispiel einfach schlecht gelötet und funktionieren nun nicht mehr richtig. Deshalb machen viele Kunden jetzt Garantieansprüche geltend", sagt Cunze.

Er erkannte in diesen Schwierigkeiten ein Geschäftsfeld und schuf mit Adler Solar ein Unternehmen, das sich ganz dem Service rund um Solaranlagen verschrieben hat: "Zwölf der 20 größten Akteure der Solarbranche nehmen unsere Dienstleistungen bereits in Anspruch", sagt Cunze. Weshalb die Unternehmen den Service von Adler Solar nutzen, liegt für Cunze auf der Hand: "Es ist für sie kostengünstiger und effektiver als eine eigene Abteilung für solche Fälle."

Weitere Kunden von Adler Solar sind Versicherungen. Sie wollen zum Beispiel bei Schadensfällen wie Bränden und Blitzeinschlägen nicht gleich eine komplett neue Solaranlage bezahlen und lassen die Module deshalb in Bremen testen, damit nur diejenigen ausgetauscht werden, die nicht mehr zu gebrauchen sind.

Mittlerweile sind die Mitarbeiter von Adler Solar auch als Experten gefragt, wenn es um Neuinvestitionen geht. Und auch der Vor-Ort-Service wird immer wichtiger. Im Erfolg von Adler Solar spiegeln sich so nicht nur die Krisen der Solarindustrie – sondern auch ihre Chancen.

2.818 Zeichen, Autor: Thomas Joppig

Pressekontakt:

Claas Rohmeyer

Adler Solar, Presse und Kommunikation

E-Mail: rohmeyer[at]adlersolar.de

Erstellungsdatum: 19.12.2012