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Mehr als drei Millionen Euro EU-Geld für Bremer Forscher

Satellitenbild über Irland (Foto: Universität Bremen)
Vom Satelliten ENVISAT aufgenommene Massenentwicklung von Phytoplankton vor Irland, mit dem sich Dr. Björn Rost beschäftigt. Veränderungen im Auftreten dieser so genannten Algenblüten haben großen Einfluss auf den Gasaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre.

Die Arbeit von gleich drei Bremer Nachwuchswissenschaftlern rückt auf in die Belle Etage der europäischen Forschungsförderung. Dr. Björn Rost, Meeresbiologe am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, und Professor Kurosch Rezwan, Materialwissenschaftler am Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen, haben jetzt vom Europäischen Forschungsrat je rund 1,5 Millionen Euro für ihre Projektgruppen erhalten. Der Dritte im Bunde ist ein Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie.

Rost forscht über Photosynthese betreibende Bakterien, so genanntes Phytoplankton, das maßgeblich das Klima auf der Erde beeinflusst. Wie wirken Umweltveränderungen auf die sensiblen Bakterien? Rezwans Gruppe arbeitet über künstliche Werkstoffe, so genannte "Bioceramics". Sie sollen zum Beispiel einmal die Fähigkeit haben, mit menschlichem Knochengewebe zusammenzuwachsen, etwa in künstlichen Hüftgelenken.

In Deutschland erhielten insgesamt 33 Nachwuchswissenschaftler die vom European Research Council (ERC) erstmals vergebenen Preise. International setzten sich die Bremer mit ihren Projekten gegen 9.000 Konkurrenten durch, von denen nur etwa drei Prozent in den Genuss der Forschungsförderung kommen.

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Universität Bremen