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Tierisches Glück im Zoo am Meer

Mit etwas Glück wird er bald Vater: Eisbär Lloyd im Zoo am Meer.
Mit etwas Glück wird er bald Vater: Eisbär Lloyd im Zoo am Meer. Foto: Zoo am Meer

Er ist kuschelig klein, aber wissenschaftlich fein: Der Bremerhavener Zoo am Meer feiert in diesem Jahr 80. Geburtstag. Auf nur 8.600 Quadratmetern tummeln sich hier 300 Tiere aus 45 Arten - und nicht wenige davon sind eigenen, zum Teil außergewöhnlichen Zuchterfolgen zu verdanken. Der kleinste wissenschaftlich geleitete Tierpark der Republik konzentriert sich überwiegend auf nordische und wasserbezogene Tiere. Er kann sich der ersten Zoonachzucht eines Seehundes, von Humboldt- und Brillenpinguinen oder rund 30 Eisbärenbabys rühmen, die seit Gründertagen zur Welt kamen. Einer der jüngsten Stars ist Zoe - "nach längerer Pause kam mit ihr wieder ein Seelöwe im Zoo am Meer zur Welt, und das noch direkt auf der Anlage", berichtet Direktorin Dr. Heike Kück.

Neue Züchtungshoffnungen des von 2001 bis 2004 neu gebauten Zoos richten sich nun wieder auf die Eisbären, genauer: auf den aus Wien stammenden Lloyd und auf Victoria vom Hamburger Tierpark Hagenbeck. Derzeit beschnuppert sich das junge Glück noch durch ein Schmusegitter. Bald sollen die Bären sich dann deutlich näher kommen.

Auch bei den Humboldtpinguinen gab es erfolgreiche Nachzuchten. Drei Küken leben im Zoo.
Auch bei den Humboldtpinguinen gab es erfolgreiche Nachzuchten. Drei Küken leben im Zoo. Foto: Zoo am Meer

Erfolg auf der ganzen Linie vermeldet das Haus schon aus den Reihen der Humboldtpinguin-Kolonie. Die Art ist vom Aussterben bedroht. Unglücklich, dass zahlreiche Männchen der Kolonie seit Jahren einander deutlich attraktiver finden als ein Leben mit Dame an der Seite. "Aber: Es gibt inzwischen drei Küken im Zoo - auch von neu importierten Tieren", freut sich Heike Kück.

Ebenfalls die erste Nachzucht in Zoos überhaupt gelang den Bremerhavenern bei den Basstölpeln. Bei der dauerhaften Ansiedlung der Meeresvögel könnte geholfen haben, dass die Tiere aus der Familie der Tölpel sehr schnell das Fliegen einstellen, wenn sie es nicht müssen. Eigentlich vor der schottischen Küste heimisch, wurden die ersten Vögel der Bremerhavener Kolonie im Sturm abgetrieben und fanden im Zoo am Meer ein neues Zuhause.

Mit Seemannshilfe kam Bremerhaven auch zu seiner ersten, aus Südamerika stammenden Köhlerschildkröte. "Fred" lebt seit knapp 60 Jahren in dem Zoo und ist sein ältester Bewohner. Kürzlich bekam er Gesellschaft im Terrarium. Artgenossinnen aus dem Zoo Krefeld beendeten seine Einsamkeit, leider stellten sich aber bisher noch keine Schildkröten-Babys ein.

Mehr unter www.zoo-am-meer-bremerhaven.de

Pressekontakt:

Zoo am Meer

Direktorin Dr. Heike Kück

E-Mail: info[at]zoo-am-meer.de