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5.000 Mal Forschung in Schwerelosigkeit

146 Meter hoch und einzigartig in Europa: der Fallturm auf dem Bremer Universitätsgelände.
146 Meter hoch und einzigartig in Europa: der Fallturm auf dem Bremer Universitätsgelände. Foto: ZARM, Fallturm-Betriebsgesellschaft mbH

Der europaweit einzigartige Bremer Fallturm für Schwerelosigkeitsexperimente macht seinem Namen alle Ehre. Kürzlich meldete das ZARM, das Universitätsinstitut zu dem der Turm gehört, den 5.000sten Abwurf einer Experimentkapsel. Ziel war in dem "Jubiläumsfall", den Zündprozess eines neuartigen, aus Biomasse hergestellten Diesel-Treibstoffs der Firma Shell zu untersuchen. Dieser Treibstoff trägt dazu bei, fossile Brennstoffe zu ersetzen. Die Fallturm-Versuche zielen darauf, den bei der Verbrennung entstehenden Ausstoß an klimaschädlichen Stickoxiden zu verringern.

Der Fall einer Experimentkapsel aus der Spitze des 146 Meter hohen Turms dauert 4,74 Sekunden. Dank eines Katapults, das die Kapsel zunächst von unten in die Höhe schleudert, können Wissenschaftler bis zu 9,5 Sekunden lang Daten zum Verhalten in Schwerelosigkeit sammeln. Interessant ist das etwa für Material-, Gravitations- oder Strömungsforschung. Im Vergleich zum Abschuss von Forschungsraketen oder Versuchen auf der Internationalen Raumstation sind die Versuche im Fallturm mit vierstelligen Beträgen pro Experiment günstig. Darum sind in den Jahren seit der Inbetriebnahme 1990 Forscher aus 42 Nationen nach Bremen gekommen.

Mehr unter www.zarm.uni-bremen.de

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Pressekontakt:

Universität Bremen, ZARM Fallturm-Betriebsgesellschaft mbH

Birgit Kinkeldey

E-Mail: kink[at]zarm.uni-bremern.de