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Wasserbüffel machen Bremens Häfen grün

Streicheleinheit für Valentino auf der Großen Luneplate: Heino Runge betreut die Kompensationsflächen.
Streicheleinheit für Valentino auf der "Großen Luneplate": Heino Runge betreut die Kompensationsflächen. Foto: bremenports GmbH & Co. KG

In Asien würde man Wasserbüffel Valentino eher vermuten - doch zum Glück fühlt er sich auch an der Weser wohl. Valentino soll hier nämlich einen Teil der Schäden wiedergutmachen, die der Bau des Container-Terminals IV im Bremerhavener Hafen der Natur zugefügt hat. Das etwa 650 Hektar große Areal südlich von Bremerhaven, auf dem der Wasserbüffel grast, gehört nach Senatsangaben zu den größten Ausgleichsflächen des europäischen Hafenbaus. Früher war hier Acker, heute finden zahlreiche Vogelarten Rast- und Brutplätze.

Nachzulesen ist das in der Broschüre "greenports" der stadtbremischen Hafen-Managementgesellschaft bremenports. Darin wurden erstmalig für einen deutschen Hafenstandort Ansätze dokumentiert, Klima- und Meeresumweltschutz mit den Interessen von Häfen und Seeschifffahrt in Einklang zu bringen. "Wir haben in Bremen und Bremerhaven den langen Weg zum grünen Hafen eingeschlagen", sagt Bremens Häfensenator Ralf Nagel. Man wolle Vorreiter bei der Suche und Umsetzung sinnvoller ökologischer Lösungen für Schifffahrt und Hafenbetrieb sein. Die Broschüre soll auch als Anregung für andere dienen.

Umweltindex und Landstromversorgung

Erleichterung für die Nachbarn: Die Van-Carrier im Container-Terminal arbeiten leiser.
Erleichterung für die Nachbarn: Die Van-Carrier im Container-Terminal arbeiten leiser. Foto: bremenports GmbH & Co. KG

Auf 95 Seiten hat bremenports für die Broschüre bereits realisierte und geplante Umweltschutzmaßnahmen zusammengetragen. Zu letzteren gehört ein Umweltindex für Seeschiffe: Daran arbeitet Bremen derzeit mit anderen Häfen. Ein weiteres Thema: Wenn Schiffe mit Landstrom versorgt werden, während sie im Hafen liegen, könnte das den Bedarf an Diesel und damit den Schadstoffausstoß senken. Nun wird geprüft, inwieweit Landstromversorgung in bremischen Häfen sinnvoll und umsetzbar ist.

An den Kajen tut sich ebenfalls etwas: Die neue Generation der Van-Carrier - der Transportfahrzeuge im Container-Umschlag - arbeitet leiser, sodass die Hafenanwohner nun weniger Lärm ertragen müssen. Und am Container-Terminal IV werden nachts Lampen mit Sichtblenden und einem speziellen Lichtspektrum eingesetzt, sodass Insekten besser geschützt sind.

Mehr unter www.bremen-ports.de

2.049 Zeichen, Autorin: Ulrike Bendrat

Pressekontakte:

bremenports GmbH & Co. KG

Rüdiger Staats

E-Mail: ruediger.staats[at]bremenports.de

Senator für Wirtschaft und Häfen

Holger Bruns

E-Mail: Holger.Bruns[at]wuh.bremen.de