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Mit dem Dampfer zu Werder Bremen

Die Werderfahne darf nicht fehlen: Das Schiffsshuttle bringt Fans fast bis auf die Tribüne des Weserstadion.
Die Werderfahne darf nicht fehlen: Das Schiffsshuttle bringt Fans fast bis auf die Tribüne des Weserstadion. Foto: Jörg Sarbach

Wenn der SV Werder Bremen ein Heimspiel hat, lockt das im Schnitt 40.000 Menschen ins Weser-Stadion. Überwiegend erreichen sie die Spielstätte am Fluss in Auto- oder Fußgängerschlangen und übervollen Straßenbahnen. Als einzige Spielstätte in Deutschland können die Fans das Stadion neuerdings auch per Schiff ansteuern.

Der Dampfer-Dienst läuft zwischen dem Bremer Norden und dem Stadion mehrere Haltepunkte an der Weser an. Verteilt auf mehrere Schiffe der Reederei Hal över, können im Winter bis zu 4.000 Fans zu den Spielen der Grün-Weißen schaukeln. Im Sommer sinkt ihre Zahl auf rund 2.500, denn die Reederei-Flotte muss dann mehr Ausflugsdampferfahrten anbieten.

Rund 3.000 Fans fuhren bei der Premiere mit

Die Flusslage macht es möglich: Das Weserstadion ist als einziges Bundesligastadion per Schiff erreichbar.
Die Flusslage macht es möglich: Das Weserstadion ist als einziges Bundesligastadion per Schiff erreichbar. Foto: Werder Bremen/Heidmann

Bei der Premiere des Stadionschiffs am 8. November - Bremen spielte gegen Borussia Dortmund – nutzten 3.000 Menschen das Angebot, darunter auch Fans der Gäste, die am Innenstadt-Anleger zustiegen. "Wir haben viele begeisterte Kommentare gehört", freut sich Hal-över-Chef Dieter Stratmann. "Das macht den Leuten einfach Spaß." Zunächst will er aber abwarten, ob das Interesse anhält. Bis 28. Februar soll der Probebetrieb laufen. Bis dahin soll sich zeigen, ob sich der Dienst bei Preisen von fünf bis acht Euro für Hin- und Rückfahrt lohnt.

"Park and Ship" nennt Stratmann das Angebot in Abwandlung des traditionsreichen Park-and-Ride-Verkehrs. Die Idee für den Shuttleservice sei alt, doch bislang habe das Geld dafür gefehlt. Jetzt machte das Konjunkturprogramm II der Bundesregierung es möglich: Der Bremer Senat konnte daraus mit 290.000 Euro den Stadion-Anleger finanzieren.
Stratmann denkt unterdessen schon weiter – an einen Weser-Schiffsbetrieb im Liniendienst. "Der Traum vom Wasserbus-System für Bremen hat mit dem Weserstadion-Anleger einen weiteren Trittstein erhalten", sagt er. Im kommenden Jahr soll ein weiterer Haltepunkt in den alten Stadthafenrevieren mit ihren modernen Betrieben, Wohnungen und Sehenswürdigkeiten – der "Überseestadt" - eingerichtet werden.

Mehr unter www.hal-oever.de

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Pressekontakt:

Hal över

Dieter Stratmann

E-Mail: info[at]hal-oever.de