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Wie im Märchen

Däumelinchen kann einpacken: Diese Stadtmusikanten sind mit bloßen Auge nicht zu erkennen.
Däumelinchen kann einpacken: Diese Stadtmusikanten sind mit bloßen Auge nicht zu erkennen. Foto: Nanoscribe GmbH

Da kann Däumelinchen einpacken: Dank der Aktivitäten des Bremer Universitäts-Instituts für angewandte Strahltechnik (BIAS) und der Nanoscribe GmbH in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe sind die Bremer Stadtmusikanten kaum noch zu sehen. Gerade 80 Mikrometer ist das Bremer Wahrzeichnen "hoch" – nur so groß, wie ein menschliches Haar dick ist –, und richtig ist es nur mithilfe eines Rasterelektronenmikroskops zu erkennen. Was Gutes für die Forschung hoffen lässt – und den Partnern einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde sichern soll.

Der Ausflug ins Märchenhafte diente der Demonstration. Der Geschäftsbereich Optische Messtechnik und optoelektronische Systeme am BIAS suchte weltweit nach einem System, das extrem kleine dreidimensionale Objekte mit Laser-Lithografie herstellen kann. Fündig wurde man bei der Nanoscribe GmbH.

BIAS-Direktor Ralf Bergmann hat das inoffizielle Bremer Wahrzeichen als Testfall für Nanoscribe ausgewählt.
BIAS-Direktor Ralf Bergmann hat das inoffizielle Bremer Wahrzeichen als Testfall für Nanoscribe ausgewählt. Foto: BIAS

Bei deren System "schreibt" ein extrem gebündelter Laserstrahl wie ein spitzer Bleistift auf lichtempfindliches Material wie Fotolack. Alle Stellen, auf die kein Licht fällt, bleiben unverändert. Sie werden nach der Belichtung entfernt – zurück bleibt eine Figur. Das Besondere: In einem Arbeitsgang können dreidimensionale Formen hergestellt werden, während die üblichen Lithografieverfahren auf zwei Dimensionen beschränkt sind – zum Beispiel auf die Produktion von Leiterbahnen auf Computerchips.
Um sich von der Qualität der Nanoscribe-Lösung zu überzeugen, wählte das BIAS das Bremer Tierquartett. Wie in anderen Forschungszweigen werden in der Optik-Forschung immer kleinere 3D-Strukturen benötigt. Mithilfe des neuen Systems können die Wissenschaftler nun solche Nanostrukturen herstellen.

Mehr unter www.bias.de und www.nanoscribe.de

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Pressekontakt:

BIAS

Prof.Dr. rer.nat. Ralf B Bergmann

E-Mail: bergmann[at]bias.de

Nanoscribe

Dipl.-Phys. Martin Hermatschweiler

E-Mail: hermatschweiler[at]nanoscribe.de